Acht Wochen Zusammenarbeit: Was Sie sehen – und was wir von Ihnen brauchen
Der schriftliche Umfang steht, der Festpreis ist vereinbart. Was passiert in den acht Wochen danach? Dieser Beitrag geht den Sprint aus Ihrer Sicht durch: was Sie in jeder Phase sehen, wann wir Ihre Zeit brauchen – und was Sie nicht tun müssen.
Ein Ansprechpartner, in beide Richtungen
Auf unserer Seite ist die Sache einfach: Sie sprechen mit dem Architekten, der das System entwirft und baut. Es gibt keinen Projektleiter, der zwischen Ihnen und der Entwicklung übersetzt. Auf Ihrer Seite hilft dasselbe Prinzip: eine Person, die Fragen beantworten oder die richtigen Kollegen dazuholen kann und die Entscheidungen treffen darf. Wer das ist, klären wir, bevor es losgeht.
Woche 1 und 2: Fragen und Entscheidungen
Die ersten beiden Wochen sind die Phase, in der wir Ihre Zeit am dringendsten brauchen. Wir fragen nach Vorgängen, Ausnahmen und Beispielen, wir sehen uns die Systeme an, die schon laufen, und wir treffen die Entscheidungen, die später teuer würden: Datenmodell, Schnittstellen, Deployment-Ziel.
Das Ergebnis dieser Phase sind Entscheidungen, keine Bildschirme. Wir erklären sie Ihnen so, dass Sie sie beurteilen können – etwa, warum das ERP die führende Datenquelle bleibt oder was die Wahl des Hosting-Ortes für Sie bedeutet. Was Sie dafür tun: erreichbar sein, Fragen beantworten, Zugänge und Beispiele bereitstellen.
Woche 3 bis 6: Zwischenstände
Jetzt entstehen Web-Anwendung, Android-App und Backend parallel. Was Sie in dieser Phase sehen, sind lauffähige Zwischenstände: keine Folien, keine Bildschirmentwürfe, sondern Software, die man bedienen kann – auch wenn noch nicht alles darin fertig ist.
Ihre Aufgabe ist, sich diese Stände anzusehen, am besten zusammen mit den Menschen, die später täglich damit arbeiten, und zu sagen, was nicht stimmt. „Das Feld heißt bei uns anders.“ „Diesen Schritt machen wir in umgekehrter Reihenfolge.“ Diese Rückmeldungen fließen in den nächsten Stand ein. Was außerhalb des vereinbarten Umfangs liegt, wird notiert und als Ausbau angeboten – schriftlich, bevor es gebaut wird.
Woche 7 und 8: In Ihrer Umgebung
Die Software wird dort ausgeliefert, wo es in Woche 1 entschieden wurde – in Ihrer Infrastruktur oder in einem europäischen Rechenzentrum. Sie läuft mit echten Daten, und wir prüfen gemeinsam, dass sie das tut, was im Umfang steht. Dann übergeben wir: Code, Dokumentation, Zugänge.
Danach: Trial und Entscheidung
Nach der Übergabe folgt eine Trial-Phase von zwei bis vier Wochen mit echten Nutzern in Ihrem Betrieb. Erst danach entscheiden Sie, wie es weitergeht: Ausbau auf Meilensteinbasis, monatliche Weiterentwicklung oder Übernahme durch Ihr eigenes Team. Was das im Einzelnen bedeutet, beschreibt der Beitrag zur Übergabe.
Wie viel Zeit Sie einplanen sollten
Die ehrliche Antwort: Das hängt von Ihrem Vorgang ab, und wir sagen es Ihnen vor dem Start. Das Muster ist aber immer dasselbe. Am Anfang brauchen wir Sie für Fragen. Bei jedem Zwischenstand brauchen wir Sie zum Anschauen und Rückmelden. Dazwischen arbeiten wir – Sie müssen nicht dabeisitzen, und Sie müssen nichts überwachen.
Was Sie nicht tun müssen
- Kein Projektmanagement. Sie koordinieren keine Entwickler und pflegen keine Ticketlisten.
- Kein Lastenheft. Der schriftliche Umfang ist die Vorgabe. Alles Weitere klären wir im Gespräch, anhand von Beispielen.
- Keine täglichen Termine. Wir melden uns, wenn es etwas zu sehen oder zu entscheiden gibt.
- Keine technischen Entscheidungen. Die treffen wir – und erklären Ihnen, was sie für Sie bedeuten.
Acht Wochen, vier Phasen, in jeder Phase ein Ergebnis, das Sie sehen können. Ihre Zeit brauchen wir am Anfang und bei den Zwischenständen. Den Rest erledigen wir. Wie der Sprint für Ihren Engpass aussähe, klären wir im Architektur-Gespräch.